L wie Labyrinth, denn in Kafkas „Der Bau“ findet sich der Leser nicht nur in einem labyrinthischen, unterirdischen Bau wieder, sondern ebenso in den endlosen Gedankengängen des Wesens, das ihn dorthin geführt hat. (33/ Marie Schreiner)
Listig
Der Ich-Erzähler legt für uns früh eine Fährte: „Freilich manche List ist so fein, daß sie sich selbst umbringt, das weiß ich besser als irgendwer sonst und es ist gewiß auch kühn, durch dieses [sichtbare, nirgends hinführende Eingangs-]Loch überhaupt auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, daß hier etwas Nachforschungswertes vorhanden ist.“ Das Lesen wird so zum Nachforschern: Wir gehen dem Text auf den Leim.
(66 / Heike Gfrereis)
Auslaufmöglichkeit „Leerarbeit“
Die List dieses Erzählers führt uns nicht nur in die Irre, lässt uns nicht nur im Kreis herum gehen oder gegen Wände laufen. Die „Leerarbeit“, die er uns zumutet, ist für uns eine „Auslaufmöglichkeit.“ Ätsch: Reingefallen! Ja doch! Aber wir waren und bleiben immerhin beschäftigt mit diesem Text. Denn: Sicher ist hier überhaupt nichts – „gerade die Vorsicht verlangt,
wie leider so oft, das Risiko des Lebens“. (66 / Heike Gfrereis)
Labyrinthisch
Seine Erzählstrukturen und -räume wirken oft wie ein labyrinthisches Netz, in dem die Figuren gefangen sind. (ChatGPT)
Leere Erwartung
Eine ständige, oft diffuse Hoffnung auf eine Klärung oder Wendung, die jedoch nie eintritt. (ChatGPT)
weitere Begriffe: Lebenszeit-Text, Lebendig halten
Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.