… ein Prozess des Wiederentdeckens des eigenen Ichs im Fremden Du, Wir und Sie und vice versa. … die Feststellung, sich weniger zu kennen, als man es vorher glaubte. … eine mimetische Auseinandersetzung mit Text. (Adonis)
… die Texte so zu betrachten, wie die Blätter eines Baumes. … bewusst im Moment sein. … eine künstlerische Verbindung oder ein kreatives Netzwerk. (Mel)
… der Spiegel des geschriebenen Wortes. … eine Möglichkeit einen bekannten Text neu zu entdecken. … die Verbildlichung von Texten. … die Art und Weise, wie ein Text verstanden wird. (Samina)
… nicht nur die Zeichen zu sehen, sondern auch die Gedanken zu erfassen, die hinter den Worten stehen. … verschiedene Stimmen, verschiedener Sprecher zu hören. … eine Art zu lesen, bei der Form, Rhythmus und Ausdruck genauso wichtig sind wie der Inhalt. (Juliette)
… Berühren und Berührtwerden. … wahrnehmen, was passiert, wenn nichts passiert. … die Welt in einem Punkt entdecken. (Heike)
… für mich ein Eintauchen und Mitgehen. … für mich ein leises (inneres) Gespräch zwischen dir und der Bedeutung von dem was geschrieben steht. … für mich ein zwischen den Zeilen einen Raum für leichtes Nachklingen entstehen zu lassen. (Kornelia)
… wie ein Raum stiller Selbstoffenbarung. …
wie das vorsichtige Berühren einer scheinbaren Wahrheit. … eine nicht abzuschließende Aufgabe. (Leonie)
… einen Text nicht zu zerlegen und auseinanderzunehmen, sondern ihn zu empfinden, zu erfahren, zu erleben. … wenn man darauf achtet, was nicht ausgesprochen wird, aber trotzdem spürbar ist. … wenn Wörter mehr sind als nur Wörter: Ein Klang, ein Geruch, vielleicht sogar ein Schmerz. (Anna)
… ist emotional und berührend. … ist fesselnd und ergreifend. … zieht dich in die Geschichte hinein. (Selina)
… Lust an der Oberfläche, am Schein, am Sinnlichen – am Unsinn. … ist Arbeit: Je größer die Arbeit, desto größer das Vergnügen. … ist moralisch: Was gut ist, ist schön, und was schön ist, ist gut. … Lesen wir ästhetisch, fegen wir mit dem Besen der Phantasie den Haushalt unsres Alltags. Beseitigung von Unrat wie Stumpfsinn & Trübsinn. Frühjahrsputz der Lebenslust. (Niklas)
.. nicht alles Gelesene verstehen zu müssen. Manchmal erzeugt das Geheimnisvolle um unaufgedeckte Gedanken einen ästhetischen Wert. Lasse die Worte in dich hinein rieseln — Lunge, Hirn, Blut, Finger und Zehen — und atme die Worte dann wieder aus. … bedeutsame Dinge, die man bereits im Alltag gesehen hat, im Text wiederzufinden. Nicht immer sind diese schön-wohlig, sie können auch rau und abstoßend sein und dennoch eine ästhetisch wirksame Erfahrung erzeugen. … eine lange Tradition von ästhetischen Inspirationen zurückzuverfolgen, die vielleicht zum Erschaffen des Werks angeregt haben können. (Kinantari)
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