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Von Casino bis Chaotisch

Casino
C wie Casino, denn Kafkas Protagonisten scheinen auf das Glück angewiesen, kein Ereignis scheint kontrollierbar. Wie beim Glücksspiel bewegt sich Kafkas Protagonist Josef K. durch die undurchschaubare Bürokratielandschaft in „Der Prozess“ und auch das namenlose Wesen in „Der Bau“ scheint auf das Glück angewiesen, damit es nicht von einem unbekannten Angreifer heimgesucht wird. Zukünftige Ereignisse können nur vermutet werden, sie sind unberechenbare Variablen. (66/ Marie Schreiner)

Chaotisch
Das Gerichtsverfahren, in das sich Josef K. in Kafkas „Der Prozess“ plötzlich verwickelt sieht, ist alles andere als das, was es vorgibt zu sein. Die scheinbare Seriosität der Beamten, mit denen Josef K. sich konfrontiert sieht: „Was waren denn das für Menschen? Wovon sprachen sie? Welcher Behörde gehörten sie an? K. lebte doch in einem Rechtsstaat,“ entpuppt sich als haltlos Fassade. Diese Fassade bleibt dennoch undurchsichtig. Selbst die „Wächter“ wissen nicht, weshalb sie Josef K. bewachen. Im weiteren Verlauf der Geschichte trifft K. auf einen Kaufmann. Das Gespräch illustriert beispielhaft das Chaos, das dem „Prozess“ K.s inhärent ist. „Ein solcher Aberglaube ist es z.B , dass viele aus dem Gesicht des Angeklagten, insbesondere aus der Zeichnung der Lippen den Ausgang des Prozesses erkennen wollen […]. Ich wiederhole, es ist ein lächerlicher Aberglaube.“ (132/ Marie Schreiner)

Chronische Absurdität
Das Absurde bei Kafka ist nicht spektakulär, sondern durchdringt den Alltag und macht es zu einer dauerhaften Belastung. (ChatGPT)

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