Fabulös sind die Möglichkeiten und das Gefühl, dass uns Kafkas Text „Wunsch, Indianer zu werden“ in 61 Wörtern vermittelt. Schwer kann es sein, die kurze Leseerfahrung in 33 Wörtern zu fassen. (33/ Marie Schreiner)
Freiheit
Der Wunsch, an nichts und niemanden gekettet zu sein, keine Hindernisse vor sich zu haben und jede mögliche Richtung spontan einschlagen zu können, in der freudigen Erwartung auf das, was da noch kommt. (33 / Kerstin Koschemann)
Freiheit
Wir nehmen Teil an einer Erfahrung, die ausgeht von einem imaginären Ritt, bei dem der feste Boden und der Reiter so erzittern, dass die normale Welt der Sporen und Zügel verlorengeht. Es handelt sich um einen Kontrollverlust, einen gewünschten allerdings. Die Erfahrung hat also einen Ausgangspunkt, der Ritt, und auch ein Ziel: das der glatt gemähten Heide, wo die Freiheit vor dem Reiter liegt.
Das ist ein Land der Weite, in dem es keine Hindernisse gibt. Ist das eine romantisierte Freiheit oder doch nicht? Eine Romantisierung wäre absurd, denn auf dieser Heide gibt es nichts als glatt gemähtes Gras. Nachdem wir das Pferd, Hals und Kopf verloren haben, gibt es nichts mehr zum Festhalten.
Es gibt keine Sporen und Zügel – kein Wollen und Müssen.
Aber in was für eine Freiheit führt uns der wilde Ritt?
Der Indianer, Symbol für eine freie, natürliche Existenz, kommt in einer Kulturlandschaft an, in einer Heide, die gemäht ist.
Er kommt also da an, wo er herkommt, in einer Zivilisation des Wollens und Müssens. Ist das nun Kafka, der Realist?
(175 / Angelika Vipond)
Freiheitstraum
Freiheitstraum als das Verlangen nach grenzenloser Freiheit, eine Welt ohne Fesseln und Schranken, in der der Mensch, von Zwängen und Bürden befreit, seine innersten Träume und Sehnsüchte voll entfalten darf und loslassen kann.
(33 / Eva Katharina Mack)
Freiheitssehnsucht
Freiheitssehnsucht ist das Verlangen nach einem Leben voller Weite, Atemzügen der Unabhängigkeit, ungezähmt und Leichtigkeit. Ein Dasein, das im eigenen Rhythmus schwingt, wo Schritte und Gedanken frei wie Wind tanzen.
(30 / Linda Eisenlohr)
Freiheitssehnsucht
Das Verlangen des Erzählers, aus gesellschaftlichen Zwängen und Einschränkungen auszubrechen und bedingungslose Freiheit zu erfahren. Der Indianer symbolisiert ungebremste Geschwindigkeit, Selbstbestimmung und eine grenzenlose Verbindung zur Natur, sowie das ursprüngliche Dasein des Menschen. (33 / Lea-Sophie Sauerteig)
weitere Begriffe: Fliegend, Flirrend
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