Wie lässt sich Kafka hundert Jahre nach seinem Tod vermitteln, wie die Auseinandersetzung mit dem Autor und seinem Werk anregen? Drei Videokurzführungen geben Einblick in verschiedene Themen der Ausstellung „Kafkas Echo“ (12. Mai 2024 bis 13. Oktober 2025).
Ergänzt werden diese Führungen durch aufgezeichnete Dialoge junger Menschen, die sich über Ländergrenzen hinweg über Texte und Lektüren von Kafka ausgetauscht und sich gefragt haben: Was hat das mit uns heute zu tun? Im August 2024 traf sich dazu eine Gruppe von Deutschlernenden des Goethe-Instituts Schwäbisch Hall mit Mitgliedern der Jungen Deutschen Schillergesellschaft im Literaturmuseum der Moderne, im Dezember 2024 kamen chinesische und deutsche Schülerinnen und Schüler virtuell zusammen. Die Videos werden erweitert durch Materialien, die zur individuellen Auseinandersetzung mit Franz Kafka und seinem Werk einladen.
Kafka, Lesend
Was hat Kafka in verschiedenen Phasen seines Lebens – als Schüler, als Jugendlicher, als Erwachsener – gelesen? Lorenz Wesemann gibt einen Einblick in Kafkas Lektüren.
Kafka, Schreibend
Welche Rolle spielte das Schreiben in Kafkas Leben, wie wurde er zum Schriftsteller, wie stand er, wie standen andere zu seinem Werk? Vera Hildenbrandt gibt einen Einblick in Kafkas Selbstverständnis als Autor, in die Entstehung der Verwandlung und die Aufnahme der Erzählung durch zeitgenössische Leser.
Kafka, Posthum
Wie wurden Kafkas Werke nach seinem Tod interpretiert – in Ostdeutschland, in Westdeutschland, nach der Wiedervereinigung? Ulrich von Bülow gibt einen Einblick in die Vielfalt der Kafka-Rezeptionen, die sich in den im Deutschen Literaturarchiv Marbach verwahrten Vor- und Nachlässen finden.
Chung-Yu und Daria fragen sich: „Wer ist Kafka?“
Chung-Yu aus Taiwan und Daria aus Deutschland fragen sich ausgehend von Porträtfotografien Franz Kafkas: „Wer ist er denn?“
Andrea, Ivo und Sophie fragen sich: „Hat Max Brod richtig gehandelt?“
Andrea aus Georgien, Ivo aus Mazedonien und Sophie aus Deutschland diskutieren über Max Brods Entschluss, Kafkas Werke entgegen der Bitte des Freundes nicht zu vernichten, sondern zu veröffentlichen.
Auch Arne, Sarah und Leyang fragen sich: „Hat Max Brod richtig gehandelt?“
Auch Arne und Sarah aus Deutschland und Leyang aus China sprechen über Kafkas brieflich geäußerte Bitte, sein schriftlicher Nachlass möge nach seinem Tod verbrannt werden, und über Max Brods Rechtfertigung dafür, diesem Wunsch nicht zu entsprechen.
Cristina, Hannah und Maja über Kafkas Kindheit und Schulzeit
Cristina aus Ecuador, Hannah aus Deutschland und Maja aus Norwegen beschäftigen sich mit Kafkas Kindheit und Schulzeit.
Ella, Marlene und Zhuoying über Kafkas Kinderbücher
Ella und Marlene aus Deutschland und Zhuoying aus China sprechen über Kafkas Kinderbücher und darüber, welche Wirkung Bücher aus seiner Sicht auf Leserinnen und Leser haben sollten.
Leon, Malek und Markus über Kafkas Selbstkritik
Leon aus Norwegen, Malek aus Ägypten und Markus aus Deutschland setzen sich mit Kafkas kritischem Blick auf sich selbst und seine Texte auseinander.
Arijana und Topher über Kafkas Auseinandersetzung mit jüdischen Fragen
Anhand einer Lektüre Kafkas – Moritz Goldsteins Die jüdische Gemeinschaft – sprechen Arijana aus Bosnien und Herzegowina und Topher aus Deutschland über Kafkas Auseinandersetzung mit jüdischen Fragen.
Frank, Wonda und Simon über Kafkas Ernährung und Turnübungen
Frank und Wonda aus China und Simon aus Deutschland sprechen über zwei Bücher, die man in Kafkas Bücherregal vielleicht nicht erwartet hätte: ein Buch mit Anleitungen für Turnübungen und ein Kleines vegetarisches Kochbuch für Junggesellen.
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