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Freiraum

Für alle Lektüren, Kommentare und Ideen (Clips, Memos, Fotos, Tweets, Zettel …), die zu keiner der anderen Kategorien passen, ist hier Platz.

Zu Schillers Zeit hatte man für das, was dabei herauskommen kann, eine Bezeichnung: „Ideen-Magazin“. X Das unsystematische Selbstdenken und -schreiben in Gestalt kleiner literarischer Reflexionsformen wie Aphorismus, Brief, Essay, Gespräch und Tagebuch war damals sehr in Mode.

 

Aus dem Archiv zeigen wir im „Freiraum“-Kapitel drei Pendants zum berühmten weißen Blatt: das Einbandbild von Schillers Horen, eine Hälfte von Schillers Schreibmappe und das leer gelassene Bild- und Namensfeld des Göttinger Musenalmanachs von 1794.

"Friedrich Schiller hat mir geholfen, den Kleiderschrank meiner Träume zu kaufen" von Dmitrij Kapitelman

In dem Beitrag geht es darum, dass Friedrich Schiller mir dabei geholfen hat, den Kleiderschrak meiner Träume bei Möbel Höffner zu kaufen.

"Die Wangenkorrektur" von Amanda Lasker-Berlin

Auf allen Gemälden und auf allen Statuen fehlt doch etwas. Schillers Akne. In dem rasanten Text macht sich eine Figur an die Arbeit den Dichter von seiner glatten Haut zu befreien. (PDF)

"Schiller-Ottilie" von Amanda Lasker-Berlin

Das Schillerkostüm als einzige Möglichkeit Hosen zu tragen. Die Malerin Ottilie Roederstein trug als junge Frau auf einem Künstlerfest ein solches Kostüm. Auf einem Gruppenfoto mit anderen Kostümierten zeigt sich die Strahlkraft des Schillerkostüms. (PDF)

 

"Marquis Posa probt seinen Auftritt" von Mesut Bayraktar

Bei dem Poem handelt es sich um eine Umbearbeitung und Umwertung vom 9. und 10. Auftritt des III. Aktes des „Don Karlos“. Gründe gibt es dafür genug. Kommentare und Interpretationen sind den Leserinnen und Lesern überlassen. (PDF)

Foto: DLA Marbach

Broschur-Einband der „Horen", der von Schiller zwischen 1795 und 97 bei Cotta herausgegebenen Literaturzeitschrift

Die Horen sind in der griechischen Mythologie die Töchter des Göttervaters Zeus und der Themis, der Göttin der gerechten Ordnung. Ursprünglich waren es drei Horen – für jede der drei Jahreszeiten, die man im antiken Griechenland kannte, eine: Thalio = Frühling, Auxo = Sommer und Carpo =  Winter. Im antiken Rom wurden dann auch für die Stunden des Tages einzelne Horen bestimmt (daher z.B. noch das engl. ,hour‘).

Die Horen sind die Göttinnen des Zeitenwechsels und der schönen, stimmigen Ordnung. In Homers „Ilias“ bewachen sie die Himmelstore, indem sie das dichte Gewölk unter Donner weg- oder vorschieben.

Foto: DLA Marbach

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Wohl in der ersten Jahreshälfte 1795 hat Schiller sich hier und auf der anderen Schreibmappenhälfte die Abgangszeiten der Postkutschen und die Namen derer notiert, denen er die  erste Ausgabe der „Horen“ schicken wollte.

Hälfte von Schillers Schreibmappe

 

 

Foto: DLA Marbach

Leeres Bild- und Namensfeld im „Göttinger Musenalmanach"

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