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punktpunktkommastrich

Über die Ausstellung

In einem Literaturarchiv gibt es mehr als nur Buchstaben und mehr als nur ein einziges Schriftsystem: Es gibt Striche und Linien, Bögen und Kreise, Zahlen und Bilder, Geister-, Geheim-, Privat- und Computersprachen, die Sprachen der Farben und Papiere, der Marken und Stempel, der Spuren und Abdrücke. Das Verstehen wie das Missverstehen gehören zu diesen Zeichen und Sprachen, sowie zum Gewebe eines literarischen Textes der mehrfache Schriftsinn gehört – vom Punkt über die Welt in den Himmel – und zum Archiv das Entziffern und Rätseln, Staunen und Wundern.

Wenn Schriftstellerinnen und Schriftsteller die Codes ihrer Zeit und der Literatur aufgreifen anwenden, weiterführen und verändern, so weil sie Texte erschaffen möchten, die Verstehensprozesse auslösen, mit denen in jeder und jedem einzelnen von uns etwas entsteht, was sonst nicht da wäre: Zeichen machen etwas mit uns. Sie lösen Handlungen, Wahrnehmungen und Gefühle aus, markieren Wege, Grenzen und Verknüpfungen, kommunizieren mit Maschinen, Menschen und anderen Wesen.

Im zweiten Teil unsere Ausstellungsprojekts #LiteraturBewegt stellen wir die Vielfalt der Zeichensysteme und ihrer Funktionen vor, die man in einem Literaturarchiv finden und erfinden kann. X

vom 7. November 2021 bis 24. April 2022 im Literaturmuseum der Moderne. mehr

Team

Das Ausstellungs-, Forschungs- und Veranstaltungsprojekt #LiteraturBewegt wird von Heike Gfrereis und Vera Hildenbrandt kuratiert und zusammen mit Demirag Architekten (Franziska Schmidt), Diethard Keppler und Andreas Jung gestaltet.

 

Kooperationen mit Universitäten, Hochschulen sowie freien Künstlerinnen und Künstlern sind ein fester Projekt-Bestandteil. Unterstützung Organisation bei „punkpunktkommastrich“: Christine Baumgärtner und Janina Schindler. Volontariatsbeitrag zu „Mit Zeichen spielen“: Alina Palesch. AV-Dokumentation: Martin Kuhn. Restauratorische Betreuung: Susanne Böhme und Enke Huhsmann. Objektfotos: Chris Korner und Jens Tremmel.

 

Gestaltung des virtuellen Raums in Anlehnung an die Ausstellungsgestaltung und mit dem Projektlogo von Diethard Keppler und Andreas Jung: Atelier Lohrer.

 

#LiteraturBewegt wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und dem Ministerium für Forschung, Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg.